Sibra

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seit 2018

Gesamtkonzept und gestalterische Begleitung der langfristigen Entwicklung des historischen Landschaftsparks Château Sibra.

Mitarbeit: Bérengère Chauffeté, Lorenza Manfredi, Gabrielle Mainguy, Jannis Schiefer

Sibra ist ein bezaubernder Ort. 1878 wurde der Besitz durch den illustren ‘Eisenbahnbaron’ Joseph Villary de Fajac gekauft und bis etwa 1916 fantasievoll neu-gestaltet. Die Anlage von Schloss und Park geht mindestens auf das 13. Jahrhundert zurück, als der Ort Teil der Klosterbesitzung von Camon war. Später war Sibra eine Gutsanlage mit Befestigungen. Es verbleiben jedoch nur wenige Baustrukturen aus jenen Zeiten. Seit 2017 ist der charmant in die Jahre gekommene Besitz in neuen Händen. Schloss und Park Sibra werden wiederbelebt und im leidenschaftlichen Geist Villary de Fajacs liebevoll weiterentwickelt. Die offensichtliche gestalterische Qualität und faszinierende Atmosphäre des historischen Ortes ist gleichzeitig Verpflichtung und Chance. Vieles Schillernde und auch noch Verborgene muß zuerst einmal zusammengereimt werden; das Einzelne wieder im Zusammenhang verstanden werden. Es gilt, mit wachen Beobachtungen, resoluten Vermutungen und fundierten Schlüssen Sibra nachzuerzählen und den Ort zugänglich zu machen. Die Arbeit am Park ist eine Arbeit in und mit der Gleichzeitigkeit. Um den fünfzehn Hektar großen Park wieder instand zu setzen, erfolgt die Arbeit auf drei Ebenen zugleich: Sicherung und Freilegung von baulichen Elementen im Park, Recherche vor Ort und Kartierung mit Benennung von Orten, Restaurierung und Neugestaltung. Die Rolle als Landschaftsarchitekt in Sibra ist darauf angelegt die Wiederbelebung des Ortes langfristig gestalterisch und gärtnerisch zu begleiten.